Freitag, 18. Februar 2011

Aufreger des Monats: 3 Millionen Forschungsförderung für....


das West-Nil-Virus, das bei uns gar nicht vorkommt. Super!


Aus dem Dtsch Ärzteblatt, 17.02.2011

Drei Millionen Euro für Forschung zu West-Nil-Virus

LEIPZIG (eb). Vor Kurzem wurde das EU-Verbundprojekt "West Nile Integrated Shield Project" zur Entwicklung innovativer Strategien für die Erforschung und Bekämpfung des West-Nil-Virus gestartet. Das teilt das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig mit.

Das Projekt wird mit drei Millionen Euro von der EU gefördert. "Unser Ziel ist es, auf Basis neuer und sicherer Technologien einen besonders wirksamen Impfstoff und verbesserte Nachweissysteme zu entwickeln, die schnell an variierende Erregerformen angepasst werden können. Zudem wollen wir die Ausbreitung des West-Nil-Virus in Europa untersuchen", so der Projektkoordinator Dr. Sebastian Ulbert am Institut. Die Virusinfektion ist vor allem für ältere und immungeschwächte Menschen gefährlich. west-nile-shield-project.eu, www.izi.fraunhofer.de

Nach Angaben des RKI sind Infektionen mit dem West-Nil-Virus zwar bereits bei Menschen in Südeuropa beobachtet worden, aber bisher nicht in Deutschland.
http://www.netdoktor.de/News/West-Nil-Virus-in-Deutschla-1084887.html

Macht nix, es geht in Wahrheit wieder um Impfstoffe und damit um Profit. Guckst Du hier:

West-Nil-Virus: Impfstoff schützt und heilt zugleich

München (netdoktor.de) - In wenigen Jahren könnte ein erster Impfstoff gegen das West-Nil-Virus auf den Markt kommen, einer durch Mücken übertragenen Infektionskrankheit, die vereinzelt auch in Deutschland auftritt. Der Impfstoff schützt nicht nur vor einer Ansteckung, sondern unterstützt den Körper auch nach einer Infektion mit dem Krankheitserreger. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig entwickelten die Impfung auf Basis der DNA des Virus. Voraussichtlich im Jahr 2012 könnte der Impfstoff seine Zulassung erhalten, schreiben die Wissenschaftler in einer Mitteilung des Instituts.In der Süddeutschen fand ich folgendes: Da die Krankheit bei weniger als einem Prozent einen schweren Verlauf nimmt, muss man allein in Griechenland von etwa 15.000 Betroffenen ausgehen. Zum Glück ist der Erreger für die meisten Infizierten nicht lebensbedrohlich - von einem Killer-Virus lässt sich nicht sprechen. Betroffene leiden unter Kopf- und Gliederschmerzen, dazu können Erbrechen und Durchfall kommen. In schweren Fällen droht eine Gehirn- oder eine Hirnhautentzündung. Ältere Menschen oder Patienten mit schwachem Immunsystem können nach einer Infektion sterben. Medikamente oder einen Impfstoff gibt es bislang nicht.

Da das West-Nil-Fieber jedoch in den meisten Fällen ohne Behandlung wieder abklingt, wird eine Infektion häufig gar nicht festgestellt. Die Patienten sind danach in der Regel immun gegen das Virus. Das gilt seit der Epidemie 1996 in Rumänien zum Beispiel für 4,1 Prozent der Einwohner Bukarests und für 0,9 Prozent der Bevölkerung in anderen Landesteilen, wie Staatssekretär Adrian Streinu-Cercel vom Gesundheitsministerium der Deutschen Presseagentur zufolge erklärt hat.

Nach Infektionswellen 1996 in Bukarest und in Russland 1999 mit jeweils etlichen hundert Patienten, nach 20 schweren Krankheitsfällen in Ungarn 2008 und der Identifizierung des Virus in Österreich in Vögeln im vergangenen Jahr wächst nun die Sorge, dass sich das Virus weiter in Europa ausbreitet.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/erreger-in-europa-west-nil-virus-kaum-zu-bremsen-1.995146

Sonntag, 13. Februar 2011

Antibiotikatherapie? Clostridium difficile- Überwucherung? Abhilfe!

Für alle, die gerade antibiotisch behandelt werden und aufpassen müssen, dass sie sich keine Clostridium difficile-Infektion einfangen: Es gibt wohl bald ein neues Antibiotikum dagegen: FIDAXOMICIN, schreibt zumindest das Ärzteblatt.

Ich selbst litt während meiner Cefuroxim-Therapie bereits nach wenigen Tagen Cefuroxim unter Schüttelfrost, Fieber und furchtbaren Krämpfen, nebst Durchfall. Mein Hausarzt wollte es erst nicht glauben, dass es so schnell gehen könne. Die Stuhlproben ergaben, es war ein Clostridium difficile-Problem, schon nach vier Tagen Cefuroxim. Verschrieben wurde mir Metronidazol. Doch das zeichnet sich durch eine relativ hohe Rezidivrate aus. Wir stiegen auf Vancomycin Enterotabs um. Das half ausgezeichnet. Null Nebenwirkungen bei mir. Allerdings sehr sehr teuer. Damals war ich allerdings noch im Vorteil, ich war Privatpatient.

Hier auszugsweise etwas über das neue Antibiotikum:
Fidaxomicin war in einer direkten Vergleichsstudie im New England Journal of Medicine (2011; 364: 422-431) dem Standardmedikament Vancomycin gleichwertig. Die Zahl der Rezidive war sogar deutlich geringer. Das oral verfügbare Fidaxomicin ist der erste Vertreter einer neuen Gruppe von Antibiotika, die auf die Behandlung der CDI zugeschnitten sind. Sie verfügen einmal über ein enges Wirkungsspektrum. Die intestinale Flora bleibt weitgehend erhalten, was bei der CDI besonders wichtig ist. Infektion und Erkrankung werden nämlich durch eine Störung der intestinalen Flora, meist nach früherer Antibiotika- oder Zytostatikatherapie, begünstigt.

Weitere Infos hier: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44562/C_difficile_Neues_Antibiotikum_senkt_Rezidivrate.htm