Sonntag, 1. Mai 2011

Wir sind auf www.verschwiegene-epidemie.de umgezogen!

Liebe Freunde und Freundinnen, LeserInnen, BorrelianerInnen!

Das ist mein alter Blog.
W
ir sind seit April 2011 umgezogen!
Ab jetzt sind wir unter:

www.verschwiegene-epidemie.de
zu finden.


Ihr könnt dort auch einen Feed abonnieren. Viel Neues gibt es auch auf der Buch-Facebookseite unter:
http://www.facebook.com/die.verschwiegene.epidemie


Wir freuen uns über häufigen Besuch, über Kommentare (gerne auch zum Buch), über Infos und Anregungen. In diesem Sinne: Wir machen weiter!!! :-)

Mittwoch, 27. April 2011

Aufgepasst! Es ist fast so weit! Das Auge ist uns schon verloren gegangen ...

auf dem Weg in unsere neue virtuelle Heimat.

Liebe LeserInnen, Freunde, Freundinnen und BorrelianerInnen. Sagt allen Bescheid. Wir haben den virtuellen Umzugs-LKW bestellt und packen nun Fotos, Koffer und Kartons.

In wenigen Tagen sind wir auf: www.verschwiegene-epidemie.de zu finden.

Dort wird dann fröhlich weitergebloggt und informiert. Kommentare zum Buch sind ausdrücklich erwünscht. :-)

Ich freue mich auf Euch! Wir sehen uns!

Der Umzug naht und jetzt gehen uns schon diverse Bilder verloren ....

Ja, einmal umziehen ist wie dreimal abgebrannt. So oder ähnlich sagt der Volksmund. Das kann man wohl sagen! Unterdessen ist uns das Auge und diverses Anderes flöten gegangen.

Das ist nicht ganz so schlimm, denn wir sind in Kürze woanders auf Sendung. Benachrichtigung folgt. Leute, wir packen unsere virtuellen Habseligkeiten! ;-)

Montag, 25. April 2011

Infizierte Zecken überleben Trockenperioden länger, als nicht-infizierte

Zecken überleben warme Trockenperioden besser, wenn sie von bakteriellen Krankheitserregern befallen sind, als wenn sie keine Erreger in sich tragen. Deshalb könnten sich in Zukunft - in einem zusehends wärmeren Klima - die durch Zeckenstiche übertragenen Krankheitsfälle mehren. Dies zeigen vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Forschende der Universität Neuenburg.

http://derstandard.at/1302745230822/Gefaehrlicher-durch-Klimawandel-Infizierte-Zecken-ueberleben-Trockenperioden-besser

und die entomologische Studie: http://www.bioone.org/doi/abs/10.1603/ME10111?journalCode=ment

Freitag, 22. April 2011

FSME-Massenimpfung - Staatsanwälte schalten sich ein

In der Ärztezeitung gefunden: Rund 300 russische Kinder haben nach einer Massenimpfung zum Schutz gegen durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) über Übelkeit geklagt und die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen.

Nach der Impfung gegen FSME in der nordrussischen Stadt Wologda hätten 40 Schüler erste Krankheitssymptome gezeigt, berichteten russische Medien am 16. April. Nach Angaben des Staatsfernsehens "Erster Kanal" zogen die Behörden den Impfstoff EnceVir aus dem Verkehr.

Die Reaktion der Kinder auf das Arzneimittel sei ungewöhnlich, teilte das Gesundheitsamt mit. Der Impfstoff soll untersucht werden.

Mittwoch, 20. April 2011

Patientendaten auf dem Präsentierteller

Was der Bundesdatenschutzbeauftragen Peter Schaar über Patientendaten schreiben lässt, treibt einem die Zornesröte ins Gesicht: Gesetzliche Krankenkassen, die sensible Patientendaten inklusive Bankverbindung an externe Callcenter weitergeben, deren Berater am heimischen PC und Telefon arbeiten, Versichertendaten, die nach psychischen Erkrankungen gescreent werden und Ärzte, die ihren Datenschutzpflichten nicht gerecht werden.

Guckst Du hier bei Kapitel 11: http://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Publikationen/Taetigkeitsberichte/TB_BfDI/23_TB_09_10.pdf?__blob=publicationFile

Sonntag, 17. April 2011

Kurz vor dem Blogumzug: Noch etwas zum Thema Bartonellen

In den vergangenen 15 Jahren hat man 26 Bartonella-Stämme gefunden, die von Zecken übertragen werden. Inzwischen werden zunehmend Artikel über Bartonellen in den wissenschaftlichen Fachmagazinen veröffentlicht, was zeigt, dass diese Mikrobe immer mehr Aufmerksamkeit erfährt. Kein Wunder: das klinische Spektrum, der von Bartonellen verursachten Krankheiten reicht von Hepatitis, Endokarditis, Myokarditis bis zu Arthritis und Vaskulitis. In den USA arbeitet man an neuen serologischen Tests auf Bartonellen. Hierzulande tut sich nach wie vor nicht viel. Forschung zu zeckenübertragenen Infektionen scheint ziemlich unsexy zu sein. Dazu fehlt es an medizinischen Entomologen, wie es bereits 2005 in einem Bericht des Umweltministeriums heißt. Die entsprechenden Lehrstühle verwaisen in Deutschland.

http://cait.cpmc.columbia.edu:88/dept/pi/nyspi/LymeDisease/documents/Conference_summary_2010.pdf

Dienstag, 5. April 2011

Alles in 3 D ...und - bald zieht mein Blog um!

An alle Borrelianer und treuen Leser/-innen!

In einigen Wochen werde ich virtuell die Koffer packen und mit dem Blog auf meine neue Buch-Website ziehen, an der momentan mit Volldampf gewerkelt wird, genauso wie an dem Buch-Trailer.
Die neue Adresse bzw. URL wird natürlich rechtzeitig hier bekanntgegeben und natürlich wird auch weiterhin nach Herzenslust gebloggt, informiert und - wer mag, kommentiert.

Für alle, die gerne 3 D gucken, hier der Link auf die Infos der Heidelberger Wissenschaftler. Wie die Heidelberger allerdings auf 80.000 Borreliose-Erkrankte pro Jahr kommen, bleibt ihr Geheimnis, jedenfalls haben sie sich Borrelien in 3-D angeguckt. Sie schreiben:
"Die Erreger haben vielfältige Strategien entwickelt, sich der Immunantwort des Menschen zu entziehen. Borrelien gehören, wie die Erreger der Syphilis, zur Bakterienart Spirochäten. Die schraubenförmigen, sich aktiv bewegenden Bakterien zeichnen sich durch einen flexiblen, biegsamen Körper aus, den sie mit Hilfe komplexer Bewegungsorgane, der Flagellenfäden fortbewegen. Ein Zusammenhang zwischen der Beweglichkeit und der Infektiosität des Erregers wird schon länger vermutet." http://www.uni-heidelberg.de/presse/news09/pm290212-2winz.html

Dienstag, 29. März 2011

Nur Zecken-Nymphen übertragen Borreliose...

Hallo zusammen, das hier ist zwar schon ein wenig älter, aber es ist genau die Info, die in den Apothekenblättchen und überhaupt in den Medien selten kommuniziert wird.
http://pressetext.de/pteprint.mc?pte=010614028
http://pressetext.de/news/010614028/nur-zecken-nymphen-uebertragen-borroliose/

So winzig wie diese Zecken-Teenies sind, können sie unbemerkt tagelang saugen und haben dabei ausreichend Zeit, ihren Darminhalt mit allen Krankheitserregern zu übertragen. In den Zeitungen und Fernsehsendungen zeigen sie stattdessen immer adulte Zeckenweibchen, schön dick vollgesogen und gut sichtbar. Leider ziemlich an der Realität vorbei.

Dienstag, 22. März 2011

Oft tödlich verlaufende Virusinfektion in China - von Zecken übertragen

Neuer Krankheitserreger in China

Peking – Chinesische Forscher haben ein bisher unbekanntes Virus entdeckt. Es ist vermutlich der Erreger einer im Nordosten Chinas endemischen Krankheit. Der Verlauf ist laut der Studie im New England Journal of Medicine 2011; doi: 10.1056/NEJMoa1010095) häufig tödlich. Als Überträger kommt eine in Ostasien beheimatete Zeckenart infrage.

Zur Studie: http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1010095

Im Frühsommer des Jahres 2009 wurden Forscher des chinesischen Centers for Disease Control and Prevention in Peking auf eine Häufung von Erkrankungen in den Provinzen Hubei und Henan aufmerksam.

Die Patienten erkrankten akut mit sehr hohem Fieber von über 38°C und einer schweren Thrombozytopenie (Plättchen unter 100.000/mm3) für die es keinen bekannten Ursache gab. Die Erkrankung wurde deshalb “severe fever with thrombocytopenia syndrome” oder SFTS genannt. Die Patienten entwickeln eine Leukozytopenie. Etwa 30 Prozent starben an einem Multiorganversagen.

Fast alle Patienten waren Farmer aus den zumeist bewaldeten Bergregionen. Die Forscher vermuteten zunächst eine Infektion mit Anaplasma phagocytophilum, einem Bakterium, das durch Zecken übertragen wird. Doch die Tests auf Antikörper und Gene waren negativ. Schließlich gelang es Xue-Jie Yu und Mitarbeitern, ein bisher unbekanntes Virus zu entdecken. Es gehört wie das Hantavirus zu den Bunyaviren. Als Überträger kommt die Zecke Haemaphysalis longicornis infrage, die in Ostasien verbreitet ist. Antikörper und Gene des Virus wurden bei 171 von 241 Personen aus sechs Provinzen des Landes nachgewiesen, die die Falldefinition von SFTS erfüllten, dagegen in keinem Fall bei Kontrollen.

Diese hatten auch niemals Antikörper, was Folge des heftigen und unbehandelt oft tödlichen Verlauf sein könnte. Die Forscher vermuten, dass das Virus nicht neu ist, sondern schon länger in den abgelegenen ländlichen Regionen existiert.

Für eine regionale Begrenzung der Erkrankung spricht, dass es zu 5,4 Prozent bei Haemaphysalis longicornis, einer in Ostasien verbreiteten Zecke von Rindern, niemals aber bei 5.900 Mückenarten gefunden wurde. Quelle: Deutsches Ärzteblatt,
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/45130/

Freitag, 18. März 2011

Achtung! Erhöhtes Sterberisiko bei Tigecyclin-Einnahme

In klinischen Studien zeigte sich, dass die Einnahme von Tigecyclin mit einem erhöhten Sterberisiko einhergeht. Näheres ist hier im Ärzteblatt nachzulesen.

Montag, 14. März 2011

Lyme-Borreliose im Biowaffenlabor!

Nein, ich gehöre nicht zu den Anhängern irgendwelcher Verschwörungstheorien, aber diese Nachricht hat mich doch nachdenklich gemacht. Für 30 Millionen US-Dollar wurde 2007 ein Biowaffenlabor in den USA gebaut. Zum "gefährlichen Material", mit dem dort laut Pressemitteilung gearbeitet wird, zählen die Erreger der Tularämie, der Vogelgrippe, SARS, Pest, Gelb- und Denguefieber sowie - ja, Ihr ahnt es schon: Lyme disease! Im 4. Absatz der Pressemitteilung nachzulesen. http://www.ctlymedisease.org/pdf/cscunveilsbiolab.pdf

Vor dem Hintergrund wundert man sich auch nicht mehr, dass alleine drei der IDSA-Leitlinienautoren heute in Biowaffenlaboren arbeiten. Man fragt sich, was sie überhaupt dazu befähigt, haben sie doch Jahre ihres Forscherlebens einer angeblich harmlosen Krankheit gewidmet, die "selten", "leicht zu erkennen und zu heilen" ist, wie sie immer behauptet haben, gell?

Aufgrund der Frage und des Kommentars, hier also das Beispiel von Dr. Mark Klempner (Ihr müsst ein wenig runterscrollen). Ja, es ist der Klempner, auf dessen verzerrte und biasgeprägte Studie hin, von vielen Medizinern nach 4 Wochen die kausale, antibiotische Therapie der Lyme-Borreliose gestoppt wird. Psst und nix für ungut, vieles Andere wird demnächst ja in meinem Buch "Die verschwiegene Epidemie" zu lesen sein. :-)

Samstag, 5. März 2011

Neue Broschüre von Dr. med. Hopf-Seidel über die persistierende Borreliose

Für alle, die die neue Broschüre von Frau Dr. Hopf-Seidel noch nicht kennen, hier ist sie: http://www.dr-hopf-seidel.de/mediapool/87/874128/data/2-11_Persistierende_Borreliose.pdf

Freitag, 25. Februar 2011

Zu früh gefreut... die alten Symptome kehren zurück. Wenig Trost. Die Übersetzung der neuen Straubinger-Studie

Monatelang war es mir richtig gut gegangen. Die Zeiträume, in denen ich ohne Antibiotika auskam wurden immer größer. Im Oktober 2010 lief ich wieder einen meiner geliebten Halb-Marathons. Alles schien auf einem guten Weg zu sein.

Seit zwei Wochen muss ich nun feststellen, dass nach und nach alle Symptome, mit denen kurioserweise meine Borreliose einst begonnen hatte, wiederkommen. Vermutlich auch, weil ich in den vergangenen Monaten viel zu viel gearbeitet habe... das Immunsystem "bedankt" sich. Vor 14 Tagen habe ich sofort wieder mit meiner "Erfolgskombination", Minocyclin und Clarithromycin, angefangen. Bislang allerdings ohne jeden Erfolg. Sonst war ich es gewohnt, dass es mir binnen weniger Tage besser ging. Nun mache ich die ungewohnte Erfahrung, dass es mit jedem Tag sogar schlimmer wird. Habe das Gefühl, die Antibiotika (zumindest diese Kombi) wirken gar nicht mehr. Nächste Woche habe ich einen Termin bei meiner Ärztin. Bin gespannt, was sie vorschlagen wird... ich bin jedenfalls ratlos... diese elenden Persister! Damit meine LeserInnen hier aber nicht nur Lamento lesen, freue ich mich, den Hinweis von Matthias aufzunehmen, der mir einen Link zu Straubingers neuer Studie schickte. Vielen Dank Matthias!

Professor Straubinger forscht seit Jahren über die Escape-Mechanismen von Borrelia burgdorferi bei Hunden. Die neueste Studie hat den etwas sperrigen Titel:
Die Metamorphose (Verwandlung) von Borrelia burgdorferi Organismen - RNA, Fett- und Proteinzusammensetzung im Zusammenhang mit der Form der Spirochäte


Borrelia burgdorferi kann sich ja nicht nur wechselnde "Mäntel" anziehen, um mit der sich dauernd verändernden Oberfläche dem Immunsystem zu entgehen sondern verändert auch immer wieder die Form, was es Antibiotika und dem Immunsystem schwer macht, eine Wirkung zu erzielen. Ich hab die Zusammenfassung der Studie mal grob übersetzt:
Straubinger et al. untersuchten, wie Borrelien ihre Form ändern und welche Zellkomponenten (Proteine, Lipide/Fette) sich während des Verwandlungsprozesses verändern. Soweit ich das verstanden habe, bildet sich aus der Zellmembran heraus eine Art Knospe, dann faltet sich der protoplasmische Zylinder im Inneren der Osp (Oberflächenprotein)-Membran. Die Lipide und Proteinzusammensetzungen verändern sich dabei nicht. Die Ribonukleinsäure bleibt erhalten. Je älter diese veränderten Formen sind, desto geringer ist ihre Antigen-Antikörper Bindung. Diese kugeligen (Zysten) Formen sind wesentlich widerstandsfähiger gegen eine widrige Umgebung (Antibiotika, Immunsystem) als die klassische Spirochätenform (korkenzieherartig). Das verhindert ihre komplette Eliminierung und lässt sie langfristig im Wirtsorganismus überleben, folgern die Wissenschaftler. Wer sich das in Englisch antun möchte. Hier der Link zum Abstract: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/jobm.201000074/abstract 2003 hat Straubinger an der Uni Leipzig bereits veröffentlicht, dass sich Borrelien nur kontrollieren, aber nicht eliminieren lassen. Und bereits 1997 hat er eine umfangreiche Arbeit zur Persistenz des trickreichen Erregers veröffentlicht: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC229521/

Das alles passt leider zu den Arbeiten von Brorson et Brorson und Preac-Mursic. Und es ist das, was man nie in den Apothekenblättchen und Illustrierten liest. Was tunlichst in jeder Gesundheits-TV-Sendung verschwiegen wird. Wenn sich Borrelien im Organismus festgesetzt haben, wird man sie - ähnlich wie Herpesviren - nie wieder los. Sie können sich nahezu in jede Zelle bohren und überall Entzündungen auslösen. So sieht's wohl aus und das sind keine erfreulichen Aussichten für uns unfreiwillige Wirte.

Nach meinem Arzttermin werde ich mal berichten, welche therapeutische Strategie als nächstes angegangen wird.

Freitag, 18. Februar 2011

Aufreger des Monats: 3 Millionen Forschungsförderung für....


das West-Nil-Virus, das bei uns gar nicht vorkommt. Super!


Aus dem Dtsch Ärzteblatt, 17.02.2011

Drei Millionen Euro für Forschung zu West-Nil-Virus

LEIPZIG (eb). Vor Kurzem wurde das EU-Verbundprojekt "West Nile Integrated Shield Project" zur Entwicklung innovativer Strategien für die Erforschung und Bekämpfung des West-Nil-Virus gestartet. Das teilt das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig mit.

Das Projekt wird mit drei Millionen Euro von der EU gefördert. "Unser Ziel ist es, auf Basis neuer und sicherer Technologien einen besonders wirksamen Impfstoff und verbesserte Nachweissysteme zu entwickeln, die schnell an variierende Erregerformen angepasst werden können. Zudem wollen wir die Ausbreitung des West-Nil-Virus in Europa untersuchen", so der Projektkoordinator Dr. Sebastian Ulbert am Institut. Die Virusinfektion ist vor allem für ältere und immungeschwächte Menschen gefährlich. west-nile-shield-project.eu, www.izi.fraunhofer.de

Nach Angaben des RKI sind Infektionen mit dem West-Nil-Virus zwar bereits bei Menschen in Südeuropa beobachtet worden, aber bisher nicht in Deutschland.
http://www.netdoktor.de/News/West-Nil-Virus-in-Deutschla-1084887.html

Macht nix, es geht in Wahrheit wieder um Impfstoffe und damit um Profit. Guckst Du hier:

West-Nil-Virus: Impfstoff schützt und heilt zugleich

München (netdoktor.de) - In wenigen Jahren könnte ein erster Impfstoff gegen das West-Nil-Virus auf den Markt kommen, einer durch Mücken übertragenen Infektionskrankheit, die vereinzelt auch in Deutschland auftritt. Der Impfstoff schützt nicht nur vor einer Ansteckung, sondern unterstützt den Körper auch nach einer Infektion mit dem Krankheitserreger. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig entwickelten die Impfung auf Basis der DNA des Virus. Voraussichtlich im Jahr 2012 könnte der Impfstoff seine Zulassung erhalten, schreiben die Wissenschaftler in einer Mitteilung des Instituts.In der Süddeutschen fand ich folgendes: Da die Krankheit bei weniger als einem Prozent einen schweren Verlauf nimmt, muss man allein in Griechenland von etwa 15.000 Betroffenen ausgehen. Zum Glück ist der Erreger für die meisten Infizierten nicht lebensbedrohlich - von einem Killer-Virus lässt sich nicht sprechen. Betroffene leiden unter Kopf- und Gliederschmerzen, dazu können Erbrechen und Durchfall kommen. In schweren Fällen droht eine Gehirn- oder eine Hirnhautentzündung. Ältere Menschen oder Patienten mit schwachem Immunsystem können nach einer Infektion sterben. Medikamente oder einen Impfstoff gibt es bislang nicht.

Da das West-Nil-Fieber jedoch in den meisten Fällen ohne Behandlung wieder abklingt, wird eine Infektion häufig gar nicht festgestellt. Die Patienten sind danach in der Regel immun gegen das Virus. Das gilt seit der Epidemie 1996 in Rumänien zum Beispiel für 4,1 Prozent der Einwohner Bukarests und für 0,9 Prozent der Bevölkerung in anderen Landesteilen, wie Staatssekretär Adrian Streinu-Cercel vom Gesundheitsministerium der Deutschen Presseagentur zufolge erklärt hat.

Nach Infektionswellen 1996 in Bukarest und in Russland 1999 mit jeweils etlichen hundert Patienten, nach 20 schweren Krankheitsfällen in Ungarn 2008 und der Identifizierung des Virus in Österreich in Vögeln im vergangenen Jahr wächst nun die Sorge, dass sich das Virus weiter in Europa ausbreitet.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/erreger-in-europa-west-nil-virus-kaum-zu-bremsen-1.995146

Sonntag, 13. Februar 2011

Antibiotikatherapie? Clostridium difficile- Überwucherung? Abhilfe!

Für alle, die gerade antibiotisch behandelt werden und aufpassen müssen, dass sie sich keine Clostridium difficile-Infektion einfangen: Es gibt wohl bald ein neues Antibiotikum dagegen: FIDAXOMICIN, schreibt zumindest das Ärzteblatt.

Ich selbst litt während meiner Cefuroxim-Therapie bereits nach wenigen Tagen Cefuroxim unter Schüttelfrost, Fieber und furchtbaren Krämpfen, nebst Durchfall. Mein Hausarzt wollte es erst nicht glauben, dass es so schnell gehen könne. Die Stuhlproben ergaben, es war ein Clostridium difficile-Problem, schon nach vier Tagen Cefuroxim. Verschrieben wurde mir Metronidazol. Doch das zeichnet sich durch eine relativ hohe Rezidivrate aus. Wir stiegen auf Vancomycin Enterotabs um. Das half ausgezeichnet. Null Nebenwirkungen bei mir. Allerdings sehr sehr teuer. Damals war ich allerdings noch im Vorteil, ich war Privatpatient.

Hier auszugsweise etwas über das neue Antibiotikum:
Fidaxomicin war in einer direkten Vergleichsstudie im New England Journal of Medicine (2011; 364: 422-431) dem Standardmedikament Vancomycin gleichwertig. Die Zahl der Rezidive war sogar deutlich geringer. Das oral verfügbare Fidaxomicin ist der erste Vertreter einer neuen Gruppe von Antibiotika, die auf die Behandlung der CDI zugeschnitten sind. Sie verfügen einmal über ein enges Wirkungsspektrum. Die intestinale Flora bleibt weitgehend erhalten, was bei der CDI besonders wichtig ist. Infektion und Erkrankung werden nämlich durch eine Störung der intestinalen Flora, meist nach früherer Antibiotika- oder Zytostatikatherapie, begünstigt.

Weitere Infos hier: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44562/C_difficile_Neues_Antibiotikum_senkt_Rezidivrate.htm

Montag, 7. Februar 2011

Bartonellen können auf den Fötus übertragen werden und Totgeburten verursachen

Forscher der North Carolina State University haben entdeckt, dass Bartonellen (eine häufige Co-Infektion zur Borreliose) auf Föten übertragen werden können, dabei verursachen sie chronische Infektionen und möglicherweise Totgeburten.

Dr. Ed Breitschwerdt, einer der führenden Bartonella-Experten weltweit, entdeckte chronische Fälle von Bartonellose bei Kindern und Erwachsenen. Und das, obwohl man bislang glaubte, die - im Volksmund - auch Katzenkratzkrankheit genannte sei selbstlimitierend. Die von ihm untersuchten Patienten litten an Infektionen mit Bartonella-Stämmen, die häufig von Katzen, Hunden oder Flöhen übertragen werden (B. henselae, B. vinsonii u. a.).

In seiner jüngsten Fallstudie, untersuchte das Breitschwerdt-Forschungsteam über Jahre hinweg Blut und Gewebeproben einer Mutter, eines Vaters und eines Sohns, die seit 10 Jahren unter einer chronischen Erkrankung litten. Die Autopsieproben der Zwillingstochter, die kurz nach der Geburt gestorben war, enthielt den DNA-Nachweis von Bartonella henselae und B. vinsonii subsp. berkhoffi, wie sie auch bei den anderen Familienmitgliedern gefunden worden waren.

Beide Elternteile litten vor der Geburt der Zwillinge an wiederkehrenden neurologischen Symptomen, einschließlich Kopfschmerzen, Gedächtisproblemen, Kurzatmigkeit, Muskelschwäche und Erschöpfung. Ihr 10 Jahre alter Sohn ist seit der Geburt chronisch krank; die Zwillingstochter starb 9 Tage nach der Geburt an einem Herzdefekt. Beide Kinder wurden noch im Uterus mit Bartonellen infiziert.

Breitschwerdts Forschungsergebnisse erschienen im Journal of Clinical Microbiologie. Siehe hier: http://jcm.asm.org/cgi/content/abstract/48/6/2289

"Dies ist ein weiterer Nachweis, dass Bartonellen chronische intravaskuläre Infektionen bei Menschen mit einem normalfunktionierenden Immunsystem auslösen können. Infektionen, die länger als 10 Jahre anhalten können", sagte Breitschwerdt.

Im Chirurgie-Portal/ Infektionen liest sich das alles noch so:

Genaue Zahlen zur Inzidenz der Erkrankung beim Menschen liegen aus Deutschland noch nicht vor. In den USA wird von jährlich 22.000 ambulanten und 2000 stationär behandelten Fällen an KKK ausgegangen. Familiäre Häufungen wurden insbesondere nach dem Neuerwerb eines Kätzchens beschrieben. B. henselae wird in den meisten Fällen durch Beißen oder Kratzen von Katzen übertragen. Bei einem Viertel der Patienten lässt sich jedoch anamnestisch keinerlei Kratzverletzung nachweisen, so dass der Ansteckungsweg unklar bleibt.

Ansteckungsweg unklar? Wie wäre es, wenn man sich endlich mal der Tatsache bewusst wird, dass die Bartonellose eine klassische Ko-Infektion durch Zeckenstiche ist? Dass es keine genauen Zahlen zur Inzidenz in Deutschland gibt, ist nur konsequent. Zur Borreliose, Babesiose und anderen Ko-Infektionen gibt es die ja auch nicht. Da bleibt man einfach nur der Linie treu.

Bei Wissen.de spottet das Wissen über Bartonellose jeder Beschreibung. Dort liest der Interessierte, dass die Bartonellose nur in bestimmten Ländern Südamerikas vorkommt. Die AOK weiß über die Bartonellose noch besser Bescheid. Sie vermeldet auf ihrer Website:

Die Bartonellose ist unter globalen Gesichtspunkten gegenwärtig nur von geringer klinischer und epidemiologischer Bedeutung, da sie in erster Linie in der Andenregion Südamerikas beobachtet wird.

Andenregion? Ja nee, iss klar.










Mittwoch, 2. Februar 2011

Nachahmenswert: Eine Gruppe "Schriftsteller mit Lyme-Borreliose" sorgt für Öffentlichkeitsarbeit

Eine Gruppe von Schriftstellern, unter ihnen eine der erfolgreichsten amerikanischen Schriftstellerinnen, Amy Tan, hat sich zusammengefunden (lose angebunden an die Lyme Disease Association), um Geld zu sammeln und das Bewusstsein für Lyme-Borreliose breiter zu verankern. Amy Tan sprach an Universitäten, zusammen mit Ärzten und anderen Betroffenen über ihre desaströsen Erfahrungen mit der Krankheit. Was mit einer "Erkältung" begann, endete mit Halluzinationen. Sie konnte keine zwei Sätze mehr zusammenbringen, nicht mehr aus dem Haus gehen und fürchtete schon, genau wie ihre Mutter, an Morbus Alzheimer erkrankt zu sein. Es dauerte vier Jahre bis zur richtigen Diagnose. Nachzulesen hier:
http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?res=9B02E4DA1739F93AA25756C0A9639C8B63&ref=amytan

Samstag, 29. Januar 2011

Alea iacta est: Der Untertitel steht!

Ich habe mich sehr über Eure Vorschläge gefreut. Nun, nach Tagen mit rauchendem Kopf und nervösem Gummibärchen-Naschen, nach nächtlichem Aufwachen und dem Griff zum Notizblock (schnell-eine-Idee-aufschreiben), ist es entschieden. Der Untertitel, den man unter dem roten Stempel wird lesen können, lautet:

Zeckenstich - Borreliose
Hilflose Patienten, ratlose Ärzte
Wie Politik, Wissenschaft und Medizin versagen

Euch allen draußen an den PC- und Laptop-Bildschirmen - vielen Dank für's Mitmachen! :-)
Vielen Dank auch für Eure aufmunternden Kommentare.
Gegenwärtig läuft die Schlussredaktion des umfangreichen Manuskripts und noch einmal (zum gefühlten 1000. Mal) der Gegencheck aller Quellen. Eine Heidenarbeit!
Wenn alles klappt, kann im Februar mit dem Buchsatz begonnen werden.

Dienstag, 25. Januar 2011

Werde den Untertitel in Kürze bekannt geben! Vielen Dank für Eure Mithilfe!

Ich habe mich sehr über all die Anregungen gefreut und wir spielen bereits mit einigen Begriffen. Der Denk- und Auswahlprozess ist nahezu abgeschlossen und das Ergebnis wird in Kürze bekannt gegeben. Versprochen! :-)

Viele Grüße an alle!

Sonntag, 16. Januar 2011

Jetzt wird es spannend und ich brauche Eure Mithilfe!

So, langsam, aber sicher, nähert sich mein "Projekt" der Fertigstellung. Ich habe sehr sehr viel recherchiert, insbesondere auch in den US-Quellen und übersetzt. Genau, wie viele meiner LeserInnen war ich mit der Diagnose "Lyme-Borreliose" in die Gefechtslinien einer erbittert geführten medizinischen Fehde geraten, die die nicht gerade zur Polemik neigende Süddeutsche Zeitung "Borreliose-Krieg" nennt. Die Süddeutsche schreibt in ihrem Artikel "Borreliose- das umkämpfte Leiden": " Zwischen den Fronten des Borreliose-Kriegs fühlen sich die Patienten zu Recht alleingelassen. Es hapert an allem, was in der modernen Medizin wichtig ist: Diagnose und Therapie sind nicht standardisiert; ob eine Behandlung angeschlagen hat, lässt sich objektiv kaum messen".

Wir wissen, die Sache ist schlimmer! Knapp eine Million Bundesbürger erkranken jedes Jahr neu an dieser Infektionskrankheit. Mindestens. Eine Epidemie. Und es trifft inzwischen soviele Menschen, dass man sich fragt, warum diese Infektion und das Ausmaß ihrer Verbreitung sowohl politisch, als auch von Seiten medizinischer Meinungsführer, derart verharmlost wird.

Genau wie Ihr, war ich auf der Suche nach Antworten. Ich habe mich durch Tausende von Seiten gelesen, hunderte Artikel und Studienergebnisse ausgedruckt und übersetzt. Mich ins Internet vergraben... nur, um erschrocken festzustellen, dass zwischen den Haufen leerer Tonerkassetten, den Büchern und Papierbergen, die Gewissheiten verschwanden.

Alles, was ich herausgefunden habe, findet sich in dem Buch, das im Frühjahr herauskommen wird.

Doch zunächst etwas Simples und Schwieriges zugleich. Wer möchte mithelfen, einen knackigen Untertitel für mein Buch "Die verschwiegene Epidemie" zu finden?
Ich bin ganz sicher, dass Ihr bestimmt sehr gute Ideen habt, wie man die Sache auf den Punkt bringt.

Typische Beispiele anderer Autoren sind:
"Patient in Deutschland. Verraten und verkauft" oder
"Der verkaufte Patient. Wie Ärzte und Patienten von der Gesundheitspolitik betrogen werden".

Überhaupt fangen viele Untertitel mit: "Wie es kommt, dass... " an. Vielleicht inspiriert Euch das ein wenig?

Ich freue mich über jeden Vorschlag und jeden Tipp! Mein Verlag sagt, dass ich aber darauf hinweisen muss, dass ich kein Honorar für Vorschläge zahlen kann und die Urheberrechte Eurer Vorschläge an mich übergehen müssen. Ansonsten lasst Ihr's besser mit den Vorschlägen. Am weiteren Prozess, bis zur Veröffentlichung lasse ich Euch natürlich gerne teilhaben. Es gibt ja noch viel zu tun und zu berichten. Doch zunächst braucht's Ideen und Vorschläge für einen knackigen Untertitel?

Viele Grüße und Danke fürs Mitmachen :-)

Lisalina

Donnerstag, 13. Januar 2011

5,5 Milliarden für die Gesundheitsforschung - Lyme-Borreliose bleibt Stiefkind

Krebs, Alzheimer, Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes: Die Bundesregierung hat ein neues „Rahmenprogramm Gesundheitsforschung“ aufgelegt und 5,5 Milliarden Euro dafür bereitgestellt. Forschung zu einer sich epidemisch verbreitenden Volkskrankheit wie der Borreliose? Fehlanzeige. Alles wie gehabt. Weitere Infos hier: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44220/5_5_Milliarden_Euro_fuer_Gesundheitsforschung_bis_2014.htm

Sonntag, 9. Januar 2011

Zwei neue Antibiotika noch in diesem Jahr

Wenn man dem Verband der forschenden Arzneimittelhersteller glauben darf, dann sollen noch in diesem Jahr zwei neue Antibiotika auf den Markt kommen. Ob sie eine Therapie-Option für Borreliosekranke darstellen, wird sich zeigen, aber immerhin tut sich bei den Anti-Infektiva etwas. Näheres kann hier nachgelesen werden: http://www.aerztezeitung.de/panorama/default.aspx?sid=635287

Bis die Tage :-)

Dienstag, 4. Januar 2011

Zwei Tipps, um künftig keine Gesundheitsthemen im TV mehr zu verpassen!

Zunächst einmal wünsche ich allen, dass das neue Jahr gut begonnen hat und natürlich tütenweise Gesundheit!

Die kurze Weihnachtswinter-Silvester-Schnee- und-Eis-Pause ist vorbei und heute gibt's zwei Tipps, wie man sich schnell über alle TV-Sendungen zum Thema Gesundheit und Medizin informieren kann. Einfach auf http://www.klack.de/ gehen und sich unter "MyKlack" registrieren. Dann auswählen, was einem wichtig ist. Man kann auch einen RSS-Feed einrichten, der einen "automatisch" über die gewählten Sendungen informiert.

Unter: http://tv.intern.de/ lassen sich ebenfalls komfortabel alle Sendungen zu den individuell eingegebenen Stichworten wie z. B. Gesundheit, Medizin usw. finden.