Freitag, 26. November 2010

Die Ernährung in Zeiten chronischer Entzündungen oder, was benötigt mein borreliosegeplagter Organismus? Teil 7

Nach einer kurzen Pause geht's heute wieder weiter mit der Serie über die oft segensreichen Wirkungen von Aminosäuren, insbesondere wenn man an einer chronischen Entzündung leidet.

Thema heute: Methionin

Methionin gehört zu den essentiellen Aminosäuren, d. h. unser Körper muss Methionin durch die Nahrung (oder Nahrungsergänzungsmittel) zugeführt bekommen. Methionin unterstützt die Ausscheidung von Blutfetten, verhindert Fetteinlagerung in der Leber, fördert die Wundheilung und unterstützt generell die Regeneration von Leber und Nieren. Angeblich kann Methionin in Verbindung mit Cholin und Folsäure wohl bestimmten Tumoren vorbeugen. In Studien hat ein Methioninmangel bei Ratten Leberverfettung verursacht, die man durch Methioningaben wieder rückgängig machen konnte. Wenn man Zink und Methionin zu sich nimmt, fördert dies auch die Ausscheidung von Schwermetallen.

Wichtig ist Methionin für die optimale Verwertung von Selen, darüber hinaus wirkt es als Antioxidans und kann als natürliches Antihistaminikum dienen, da es den Histaminspiegel niedrig hält. Methionin wird medizinisch auch zur Vorbeugung gegen wiederkehrende Harnweginfektionen eingesetzt. Außerdem hat man bei AIDS-Patienten festgestellt, dass Methionin in der Lage ist, das Fortschreiten der HIV-bedingten Enzephalopathie (Gehirnentzündung) zu hemmen. Die Gedächtnisleistungen verbesserten sich. Also gar nicht schlecht, oder?

Wann ist der Methioninbedarf erhöht? Zum Beispiel, wenn man längere Zeit Paracetamol einnimmt, oder bei Entgiftung, bei Muskelverletzungen, langanhaltenden körperlichen Belastungen und chronischen Krankheiten. Bei Stoffwechselstörungen wie Leberverfettung, Haut- und Haarwuchsstörungen könnte man auch an einen Methioninmangel denken.


Referenzen:

Ernährung in Prävention und Therapie

Wir sind, was wir essen

Epigenetik und Ernährung


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