Samstag, 16. Oktober 2010

Die Ernährung in Zeiten chronischer Entzündungen oder, was benötigt mein borreliosegeplagter Organismus? Teil 6

Methionin ist heute das Thema der kleinen Serie über Aminosäuren, die gerade bei chronischen Entzündungen unterstützend wirken. Wer den letzten Beitrag über Glycin verpasst hat, kann einfach hier klicken.

Methionin ist eine sogenannte essentielle Aminosäure, das heißt, der Körper kann sie nicht selbst erzeugen, sondern muss sie durch die Nahrung oder durch Nahrungsergänzung zugeführt bekommen.

Methionin ist an vielen Körper- und Stoffwechselfunktionen beteiligt sowie an der Bildung von Hormonen, Neurotransmittern und Nukleinsäuren. Es unterstützt die Regeneration der Nieren und Leber, kann den Abbau von Schwermetallen, Histamin und Ammoniak beschleunigen und hat eine antidepressive Wirkung. Vor allem aber steigert Methionin die Wirkung von Antibiotika, insbesondere bei Harnwegsinfekten.

Besonders viel Methionin benötigen Menschen, die unter einer Schwermetall-Belastung, einer Allergie oder Depression leiden. Desgleichen gilt für Patienten mit Wundheilungsstörungen, Muskelverletzungen, Harnwegsinfekten und Leberentzündungen.

Bei Krebspatienten hat man häufig einen Methioninmangel feststellen können. Methioninmangel kann sich auch durch Leberverfettung, Haut- und Haarwuchsstörungen, Müdigkeit, Lethargie, Infektanfälligkeit, Ödeme und depressive Verstimmungen äußern.

Methionin kann man beispielsweise durch Lachs, Garnelen, Erbsen, Rindfleisch oder Sojabohnen zuführen oder aber als Nahrungsergänzungsmittel.


Referenzen:
http://biotechnologie-pharmazie.suite101.de/article.cfm/s_adenosyl_methionin_same
http://www.drstrunz.de/news/2008/09/080929_methionin.php
http://derstandard.at/1276413446289/Vitamin-B6-und-Methionin-als-Schutz-vor-Lungenkrebs
http://www.aapsj.org/view.asp?art=aapsj070118

Das Kleingedruckte: Die Autorin hat diese Informationen sorgfältig zusammengestellt; sie übernimmt jedoch keine Gewähr für deren Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit. Die Autorin übernimmt keine Haftung für die Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen bzw. für Schäden, die durch den mittelbaren oder unmittelbaren Gebrauch der Informationen entstehen. Die Informationen sind weder Ersatz für eine professionelle Beratung/Behandlung durch approbierte Ärzte, noch dürfen aufgrund der Informationen eigenständig Diagnosen und Therapien begonnen oder abgesetzt werden.
© 2010, by Lisalina, Borreliose-epidemie.blogspot.com

Montag, 11. Oktober 2010

Ernährung in Zeiten chronischer Entzündungen, oder was benötigt mein borreliosegeplagter Organismus? Teil 5

Heute möchte ich meine kleine Serie wieder aufnehmen und etwas über Glycin schreiben, die einfachste natürliche Aminosäure, die der Körper normalerweise selbst herstellen kann.

Teil 1, Teil 2, Teil 3 oder Teil 4 verpasst? Das macht nix. Einfach auf die Links klicken und nochmal nachlesen.

Auch Glycin wirkt zellschützend gegen "freie Radikale" bzw. oxidativen Stress. Wie so manch' andere Aminosäure regt sie ebenfalls die zelluläre Immunabwehr an und wirkt Entzündungen entgegen.

Übrigens, es gehört zwar nicht hierher, aber in einem Kometen, genauer in dessem Staub, haben NASA-Forscher Glycin entdeckt: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,643443,00.html

Die Medizin hat sich Glycin bei Arthrose, Gicht und Osteoporose zunutze gemacht, schließlich können durch Glycin solche Schäden positiv beeinflusst werden, bzw. man hat herausgefunden, dass Glycin Knorpelschäden reparieren hilft. Weitere Infos hier: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gelenkschmerzen/news/arthrose_aid_68915.html. Glycin wirkt auch einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel entgegen, hilft bei Panikattacken und Schlafstörungen. Glycin unterstützt den Folsäurestoffwechsel, ist für die Bildung von Gallensäure erforderlich und fördert die Entgiftung durch die Leber.

Das Wichtigste aber für "Borrelianer": Glycin kann überschießende immunologische und entzündliche Reaktionen abschwächen!


Glycin schmeckt süßlich. Bislang sind keine Nebenwirkungen bekannt, so dass Glycin auch als Zusatzstoff bzw. Geschmacksverstärker in Lebensmitteln eingesetzt wird. Erkennbar an der E 640 Nummer. Jetzt, vor Weihnachten, freuen sich auch die Hersteller von Marzipankartoffeln über Glycin, denn diese Aminosäure hilft, den Marzipan länger feucht und saftig zu halten.


In Linsen, Erbsen, Kürbiskernen, Sojabohnen oder Schweinefleisch steckt Glycin. Aber jeden Tag Linsen mit Schweinefleisch ist sicher auch nicht der Hit. Ich selbst nehme es als Pulver, zusammen mit Glutamin und anderen Aminosäuren. Aber, ob Linsen, Pulver, Tabletten oder Schweinefleisch - das bleibt natürlich jedem selbst überlassen.


Vermutlich sind viele segensreiche Wirkungen der verschiedenen Aminosäuren bei den Ärzten (noch) nicht bekannt bzw. populär, auch wenn sich einige bereits intensiv mit der Orthomolekularen Medizin auseinandersetzen.


Das Kleingedruckte: Die Autorin hat diese Informationen sorgfältig zusammengestellt; sie übernimmt jedoch keine Gewähr für deren Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit. Die Autorin übernimmt keine Haftung für die Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen bzw. für Schäden, die durch den mittelbaren oder unmittelbaren Gebrauch der Informationen entstehen. Die Informationen sind weder Ersatz für eine professionelle Beratung/Behandlung durch approbierte Ärzte, noch dürfen aufgrund der Informationen eigenständig Diagnosen und Therapien begonnen oder abgesetzt werden.
© 2010, by Lisalina, Borreliose-epidemie.blogspot.com