Dienstag, 28. September 2010

Skandal! Ärztin, die Borreliosekranke therapiert, muss ihre Praxis aufgeben!

Und wieder muss eine Ärztin, die engagiert chronisch kranke Borreliosepatienten behandelt, ihre Praxis aufgeben. Der Fehler: Sie hat auch borreliosekranke Kassenpatienten therapiert. Nun ist sie mit Regressforderungen der kassenärztlichen Vereinigung konfrontiert und alle ihre Bemühungen, die Borreliosebehandlung als Praxisbesonderheit anerkannt zu bekommen, sind gescheitert.

Seit 2001 hat sie versucht, diese Praxisbesonderheit geltend zu machen. Nun muss sie ihre Praxis schließen.

Ärzte, die IGELn, Ärzte, die ihre Patienten nach den durchschnittlichen 7 Minuten aus der Praxis schieben und sie bereits nach einer Minute unterbrechen können unbesorgt sein. Sie werden wohl kaum behelligt. Wohl denen, die auf "Apparatemedizin" setzen und lieber Laborergebnisse behandeln, als Menschen. Dem Arzt als Homo oeconomicus gehört die Welt und die Zukunft. Wir danken es unseren Gesundheitsministern!

Wo ist jetzt der Patientenbeauftragte Zöller, der vor der Presse sagte: "Es kann nicht sein, dass ein Patient von Arzt zu Arzt geht und die Diagnose nach zwei, drei Jahren immer noch nicht feststeht". http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/615942/zoeller-borreliose-erkrankung-oft-unterschaetzt.html
und
http://www.welt.de/gesundheit/article8977328/Mehr-Anstrengungen-gegen-Borreliose-gefordert.html

Nein, Herr Zöller, wenn diese Entwicklung anhält, werden Borreliosepatienten noch nicht einmal mehr von Arzt zu Arzt gehen können, da sie Borreliosepatienten, wenn überhaupt, nur noch privat behandeln. Für Borreliosepatienten gilt mehr noch als für andere Patienten die Zweiklassenmedizin.

Der Nächste bitte.

Wenn T-Zellen nicht wissen, was sie werden sollen... überraschende Erklärungen für Autoimmun-Prozesse

In den USA hat eine Forschungsgruppe einen Rezeptor ausgemacht, der entscheidet, ob eine T-Zelle zu einer entzündlichen oder regulatorischen T-Zelle wird, bzw. ob die T-Lymphozyten für Entzündungsreaktionen sorgen, oder nicht. Diese T-Zellen aktivieren und modulieren die Immunantwort des Organismus.
Mehr darüber hier: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/42863/Neuer_Ansatzpunkt_fuer_die_Therapie_von_Autoimmunerkrankungen.htm