Freitag, 7. Mai 2010

Hasenpest durch Zecken - wenig gemeldet, doch hohe Dunkelziffer

Der Erreger ist unbeweglich und kann sich auch in Körperzellen vermehren. Er bildet keine Sporen, kann aber trotzdem in der Umwelt bei günstigen Bedingungen monatelang überdauern. Er kann höchst unterschiedliche Symptome verursachen und in seltenen Fällen zum Tod führen: das Bakterium Francisella tularensis verursacht Tularämie, auch Hasenpest genannt. Obwohl eine meldepflichtige Erkrankung, werden in Deutschland vergleichsweise wenige Erkrankungsfälle beim Menschen registriert; Studien weisen aber auf eine hohe Dunkelziffer hin. In Deutschland wurden teilweise bei bis zu zwei Prozent der untersuchten Personen solche Antikörper gefunden. Das RKI hat dazu im Herbst vergangenen Jahres eine Konferenz abgehalten. In der Pressemeldung heißt es weiter: Tularämie ist im Tierreich weit verbreitet, der Erreger konnte bisher in über 250 Tierarten nachgewiesen werden. Infektionsquellen für Erkrankungen von Menschen sind Wildtiere wie Kaninchen, Hasen oder Nagetiere, aber auch zum Beispiel Zecken.

Es werden ja auch selten Babesien- oder Ehrlichien-Erkrankungen gemeldet, was also rein gar nichts über ihre wahre Verbreitung aussagt...

Sonntag, 2. Mai 2010

Ein Borrelia burgdorferi-Klon könnte für die steigenden Erkrankungszahlen verantwortlich sein...

Am Sony Brook Universitätskrankenhaus entdeckten Benjamin Luft und seine Kollegen einen bestimmten Klon von Borrelia burgdorferi, den sie als Ursache für die steigenden Erkrankungszahlen der vergangenenen 20 Jahre betrachten. Dieser Stamm, OspC-A ist sowohl in Europa als auch in Nordamerika heimisch. Dr. Luft testete u. a . 68 Borrelia burgdorferi-Isolate aus Europa und Nordamerika - der OspC-A-Klon war am weitesten verbreitet, überaus virulent und pathogen und die DNA war in beiden Kontinenten diesselbe. Weitere Infos hier:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18598631