Mittwoch, 17. Februar 2010

RKI - Fortbildungsveranstaltung "Lyme-Borreliose - Forschungsdaten und Wissenslücken"

Durch Zufall las ich heute im Epidemiologischen Bulletin des RKI über eine Fortbildungsveranstaltung für den öffentlichen Gesundheitsdienst, die vom 24. bis 26. März 2010 in Berlin stattfinden wird.

Eines der Themen am 24. März: Lyme-Borreliose. Forschungsdaten und Wissenslücken

Ei der Daus, "Wissenslücken"? Gibt es die wirklich? Und werden die wirklich thematisiert?

Hier geht's zum Bulletin - die Info findet Ihr auf Seite 9!

Sonntag, 14. Februar 2010

Die Leitlinienautoren und ihre Interessenskonflikte im Detail...

Weiter geht's: Für alle, die es noch nicht wissen: Allen Caruthers Steere ist d i e Schlüsselfigur der erbitterten Borreliose-Kontroversen. Er, der große Borreliose-Experte, der den Erkrankten des Örtchens Lyme zum ersten Mal zuhörte, sie untersuchte... ausgerechnet er, wurde später von Borreliosekranken sogar mit Todesdrohungen bedacht. Eine erstaunliche Karriere, nicht wahr?

Steere glaubte zunächst, es mit einem "viralen Syndrom" zu tun zu haben, dann erfand er die "Lyme-Arthritis". Er konnte wohl nie verwinden, dass er eben nicht der Entdecker einer neuen Krankheit war, sondern lediglich eine bereits in Europa bekannte in Lyme entdeckte. Wie unerträglich, dass seine viralen Ursachevermutungen sich als unzutreffend herausstellten, da man mit Penicillin in Europa gute Erfahrungen bei der Behandlung des seinerzeit von Afzelius beschriebenen Erythema migrans (Wanderröte) machte. Und so sucht Steere vermutlich immer noch nach einem Beweis, dass die Borreliose, wenn schon nicht viral verursacht, so doch zumindest autoimmun-induziert ist... Und hier bemühen wir mal den großen US-Ökonom Galbraith: "Bei der Wahl zwischen der Änderung der eigenen Ansicht und dem Beweis, dass dies nicht nötig sei, macht sich fast jeder eifrig ans Beweisen!". Weiterhin viel Glück, Dr. Steere!

In nahezu jedem medizinischen Fachbuch zur Lyme-Borreliose findet sich irgendeine Aussage, Behauptung oder Studie von Mr. Steere.
Er war der Studienleiter von SmithKlineBeecham für den Impfstoof LYMErix. War es Zufall, dass er für diese Studien genau die gleichen Einschlusskriterien nutzen konnte, die sich später in den IDSA-Leitlinien wiederfinden?
Er erhielt staatliche Fördergelder im Zusmmenhang mit der Impfstoffentwicklung.
Er beriet die Firma Imugen, eine Biotech-Firma, deren Produktlinien zum großen Teil vom Erfolg des OspA-Vakzins abhingen, Zufall?
Hinsichtlich seiner früheren Publikationen muss er ein großes Interesse daran haben, dass die gegenwärtige IDSA-Falldefinition beibehalten wird. Mehr zu den Leitlinienautoren im nächsten Posting.

Jetzt ist erst Mal Alaaf und Helau angesagt und auch noch Happy Valentine! :-)