Montag, 18. Januar 2010

Zum Mutmachen! Es wird geforscht! Zum Beispiel...

Am Lyme-Borreliose-Forschungszentrum der Columbia University baut der Neuropathologe Dr. Andrew J. Dwork kontinuierlich einen Probenspeicher aus Blut- und Liquorproben sowie Gehirnen verstorbener Borreliosepatienten auf, deren Krankheitsverlauf besonders gut dokumentiert wurde. Diese Proben dienen der Entwicklung neuer/besserer Tests, die eine aktive von einer abgelaufenen Infektion unterscheiden können.
http://www.columbia-lyme.org/research/columbia_specimen_bank.html

Ein anderer Ansatz wird in Stony Brook von Ben Luft MD verfolgt. Bereits in den 90er Jahren hatte Luft mit dem Evolutionärbiologen Daniel Dykhuizen zusammengearbeitet; sie sammelten Zecken und analysierten Borrelien. Dabei entdeckten sie dass Lyme-Spirochäten „klonal“ zu sein scheinen. Soll heißen: Anstatt sich sexuell durch den Austausch von Genmaterial fortzupflanzen, produziert jedes Elternteil einen Klon seiner selbst. Mit jeder Elternlinie, die mutiert, kommt es zu einer neuen Linie an Klonen. Diese Mutationen, kommen häufig in den Genen des OspC vor; d. h. gerade diese Proteine variieren völlig - von Borrelienstamm zu Borrelienstamm. Was das bedeutet und welchen äußerst agressiven Stamm sie fanden, dazu demnächst mehr. Infos: http://www.newswise.com/articles/view/542096/

Allerdings halten auch Benjamin Luft und sein Kollege Dattwyler ein Patent auf die rekombinante Struktur von Borrelia burgdorferi. Guckst Du hier!